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Schloss Speck liegt im Zentrum des Müritz-
Im Torhaus ist diese Infotafel angebracht!
Speck wurde im Jahre 1274 erstmalig urkundlich erwähnt, als Fürst Nicolaus von Werle der Stadt Röbel den "Düstern Wohld" zwischen Müritz und Specker See verkaufte.
Der Name "Speck" stammt von der slawischen Bezeichnung für den Damm oder einen Faschinen befestigten Weg, der durch einen Sumpf führt.
Die einzige Landstraße, die den Süden des Landes Stargard mit Waren verband, ging über diesen Damm durch tief entwässerte "Rieselwiese". Als einzige Station auf diesem Wege hatte Speck ein Wirtshaus, dessen Schankrechte seit 1713 verbürgt sind. Speck war seit dem 13. Jahrhundert Holsteinischer Besitz, bis 1753 Ludwig Reimer von Rohr mit dem Rittergut belehnt wurde.
Die außerordentlich kargen Böden dieser Sandlandschaft dürften dem Gut nie zu großem Reichtum verholfen haben. 1812 veräußerte Otto Friedrich von Rohr wohl in Ermangelung von Erben Speck an Carl Wilhelm von Haugwitz.
Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es in Speck einen Teerofen, eine Mühle, eine Glashütte, eine Schmiede, eine Dampfsägerei, einen Kalkofen, einer Pachtfischerei, einen Dorfkrug, eine Schule und eine Kirche. 1885 wurden 172 Einwohner gezählt.
Diese kurze Zeit einer "Industriealisierung" ging um 1900 abrupt zu Ende: 1910 wohnten in Speck nur noch 31 Einwohner (Heute sind es ca. 40.) !
1914 geriet das Gut in Erbstreitigkeiten und wurde 1926 schließlich an das Land Mecklenburg verkauft. 1929 kaufte es der Verleger und Staatsrat Dr. Kurt Hermann, dem bereits umliegenden Güter mit weiten Länderein gehörten. Um Speck richtete er das damals größte (ca.7.000 ha) eingezäunte Wildgatter mit vielen exotischen Wildarten ein, da sein Interesse an diesem Land ausschließlich der Jagd galt.
Nach dem Kriegsende 1945 wurden die Güter von Dr. Hermann enteignet.
Das Schloss wurde in seiner heutigen Gestalt nach 2 Bauphasen durch Dr. Kurt Hermann als Jagdsitz 1937 fertiggestellt.
Es soll auf den Grundmauern des alten Gutsschlosses aus dem 18. Jahrundert errichtet worden sein, von nur noch Teile des Turmes ursprünglich sind. wie der alte Herrensitz ausgesehen haben mag, ist bisher nicht überliefert.
Nach der Enteignung 1945 diente das Specker Schloss zeitweilig als sowjetische Kommandantur, Durchgangslager für Flüchtlinge und als Sitz der Forstverwaltung.
1954 wurde es Erholungsheim der Deutschen Grenzpolizei, 1969 dann weiter ausgebaut zum Erholungsheim für Offiziere der Nationalen Volksarmee (NVA).
Etwa zeitgleich entstand das Staatsjagdgebiet "Müritz" als persönliches Jagdgebiet des Ehemaligen DDR-
Als Jagdsitz für Stoph baute das Ministerium für Staatssicherheit mehrere Häuser auf dem Specker Horst, östlich des Großen Specker Sees.
Dieses illegal in einem Naturschutzgebiet errichtete Anwesen ist 1992 abgerissen worden.
Landkreis: Mecklenburgische Seenplatte
Zwischen Waren und Neubrandenburg (B192)
Abfahrt: Schloen in Richtung Kargow und weiter bis Speck
17192 Speck
Amt: Seenlandschaft Waren